Palmitos Park und der Waldbrand auf Gran Canaria
Verheerende Feuerwalze frisst sich durch Gran Canaria
Im Sommer 2007 wütete auf Gran Canaria ein verheerendes Feuer, ein Großbrand, der kaum noch als Waldbrand sondern eher als Feuerwalze zu bezeichnen war, hatte insbesondere das Zentrum der Insel im Griff. Noch heute sind auf Gran Canaria Spuren des Waldbrandes von 2007 zu sehen, wenn sich auch die Pinien, Palmen und anderen Pflanzen ganz gut davon erholt haben. Bei Ausflügen ins Inselinneren sieht man immer noch Pinien und Palmen mit schwarz verkohlten Außenrinden, das Grün auf der Pflanze ist aber wieder ansehnlich wie vor den Bränden.
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Waldbrand erreicht Palmitos Park
Nach dem die Waldbrände 2007 schon zwei Tage gewütet hatten, erreichte der Großbrand auf Gran Canaria dann auch den Palmitos Park im Süden der Insel.
Dabei soll der 30. Juli 2007 im Tierpark noch ganz normal begonnen haben. Es war der vierte Tag in Folge, in der ein Calima das Wetter auf der Insel bestimmte. Heiße, trockene, sandige Wüstenluft aus der Sahara ließ die Temperaturen auf Gran Canaria auf weit über 40 Grad ansteigen. Heftige Winde mit wechselnder Richtung sorgten für zusätzliche Gefahr bei der Waldbrandbekämpfung. Im Palmitos Park selbst soll damals eine Temperatur von mehr als 50 Grad Celsius geherrscht haben, auch für einen Calima ein sehr seltener hoher Temperaturwert.
Im Palmitos Park hatte man sich auf die Waldbrand-Situation eingestellt, schließlich galt es zahlreiche Tiere im Notfall in Sicherheit zu bringen. Es gibt vom Tierpark auch eine jährliche Trainingsübung, bei der ein solcher Notfall geübt wird.
Man entschied sich im Palmitos Park aber gegen eine früheres Evakuierung der Tiere und zwar wegen der hohen Temperaturen. Zusätzlich zu dem Stress, der eine Evakuierung für die Tiere bedeutet hätten, wären die Calima-Temperaturen für viele wohl tödlich gewesen.
Evakuierung Palmitos Park
Am 30. Juli 2007 trat dann aber um 14 Uhr die erste Evakuierungsstufe ein, die Besucher des Palmitos Parks mussten raus. Vom Park aus konnte man zwar wohl noch kein Feuer sehen, die Rauchentwicklung wurde aber zunehmend zur Belastung. Der Palmitos Park evakuierte zumindest die Besucher, dies ging wohl problemlos und ohne größere Zwischenfälle über die Bühne.
Danach versuchte man sich im Palmitos Park auf die drohende Brandkatastrophe vorzubereiten. Der Plan war wohl mit Hilfe der Wasserschläuche das nahende Feuer abzuwehren. Diesem Plan wurde von der Polizei dann aber ein Ende gesetzt, die ohne Rücksicht auf Erklärungen ihr Notfallprogramm durchzog und den Tierpark räumen ließ.
Um 23.16 Uhr muss dann das Feuer den menschenleeren Palmitos Park erreicht haben.
Am nächsten Morgen gegen 8 Uhr wurde dann vier Personen gestattet, zum Park zurückzukehren. Unter den Personen befanden sich auch der Direktor und ein Tierarzt. Gestattet worden war von der Polizei aber nur ein kurzer Aufenthalt für eine kurze Bestandsaufnahme. Erst am späteren Vormittag, nach dem die Feuerwehr noch zahlreiche Schwellbrände im Park gelöscht hatten, durfte der Park wieder uneingeschränkt betreten werden.
Die Feuerwalze hatte sich wohl in der Nacht durch den Palmitos Park gewälzt.
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Zerstörungen nach dem Feuer im Palmitos Park
Allerdings hatte die Feuerwalze den Park nicht vollständig vernichtet. So war das Aquarium vom Feuer verschont worden ebenso eine Quarantänestation, dafür war aber das Schmetterlingshaus ausgebrannt. In den Volièren hatten zahlreiche Vögel das Feuer ebenso überlebt. Im Kinderzoo des Palmitos Park hatten die Kaninchen die Flucht ergreifen können, in den Medien wurde berichtet, dass alle Esel verbrannt seien, dies erwies sich allerdings als unrichtig, aber fünf Tiere des Kinderzoos starben bei dem Feuer.Der Palmitos Park verfügt auch über eine Abteilung mit Reptilien. Hier gab es zwar auch materielle Schäden, aber alle Tiere aus dieser Abteilung überlebten die Feuerkatastrophe offenbar unbeschadet. Auch die Krokodile.
Einige Tiere waren vor der Feuerwalze auch geflüchtet. So mussten ein Emu und sechs Kängurus gesucht werden. Insgesamt hatten die Tiere im Park wohl einen tierischen Schutzengel gehabt. Es gab zwar zahlreiche Todesfälle und viele Schäden, insgesamt hatte der Waldbrand aber wohl weit weniger Zerstörung (!!! Anders formulieren) angerichtet, als man zunächst befürchtet hatte. Allerdings wurden im botanischen Bereich 80 Prozent zerstört. Dafür überlebten 90 Prozent der Tiere den Brand.
In den Medien wurde berichtet, dass der Park zu 65 Prozent zerstört worden sei. An einer kompletten Zerstörung schrammte der Tierpark aber wie durch ein Wunder vorbei.
Der Palmitos Park auf Gran Canaria konnte - nach über einen Jahr Aufräumarbeiten und Wiederaufbau - am 4. August 2008 wieder für Besucher öffnen.
Palmitos Park