Schlucht von Guayadeque
Die Schlucht von Guayadeque ist ein für Gran Canaria ganz typischer Barranco, das Tal bzw. die Schlucht bildete sich in der vulkanischen Vergangenheit der Insel. Der Barranco von Guayadeque gehört zu den größten Schluchten auf Gran Canaria.Typisch für die vulkanische Vergangenheit von Gran Canaria sind die tiefen Schluchten, die sich vom Inselinneren bis an die Küste ziehen, Barrancos genannt. Ein solcher Barranco ist die Schlucht von Guayadeque. Hier findet sich die Höhlensiedlung Cueva Bermeja, die Kapelle des Heiligen Apostels Bartholomäus und viele, noch heute genutzte, Höhlenwohnungen. Besonders schön ist der Barranco von Guayadeque zu Zeit der Mandelblüte im Januar und Februar. Archäologen, die sich für die prähispanische Zeit interessieren wurden in den zahlreichen Höhlen der Schlucht fündig.
Die Schlucht von Guayadeque ist heute ein Naturdenkmal und schützenswertes Kulturgut. Dies birgt allerdings auch Nachteile, auf Handyempfang muss man in diesem Barranco nicht hoffen. Handymasten würden dann doch nicht im Einklang mit der schützenswerten Natur stehen.
Im Barranco hat sich durch die geschützte Lage auch eine eigene Fauna entwickelt. Es gibt zahlreiche typische Pflanzen, die sich so nur auf den Kanaren entwickelten.
Beliebt ist der Barranco bei Wanderern.
Es gibt ein Interpretationszentrum (Centro de Interpretación de Barranco, Institut zur Interpretation der Schlucht), untergebracht in einer künstlichen Höhle. Hier informieren verschiedene Schautafeln über die Geschichte der Schlucht, beginnend bei den Vulkantätigkeiten der Insel in frühster Vorzeit, bei denen sich der Barranco herausbildete. Die erzählte Geschichte reicht bis über die Zeit der Ureinwohner, der Eroberung durch die Spanier im 15. Jahrhundert bis heute.
In der Schlucht wohnen auch einige Menschen in verstreuten Siedlungen. Die größte ist zu finden an der Cueva Bermeja.
Zu finden ist der Barranco de Guayadeque auf dem Gemeindegebiet von Aguimes im Südosten von Gran Canaria.