Geschichte Agüimes
Früher lebte man in Agüimes von der Landwirtschaft. Inzwischen gibt es im Gemeindegebiet aber auch einige gut entwickelte Industriegebiete wie das von Arinaga mit mehr als 700 Gewerbetreibenden.
Besiedelt war das Gebiet bereits Jahrhunderte vor der Eroberung durch die Spanier. Zahlreiche Ansiedlungen und Wohnhöhlen in den Tälern und Schluchten von Agüimes belegen dies. Und schon im 14. Jahrhundert landeten hier zahlreiche Seefahrer. Allerdings nicht immer mit friedlicher Absicht. Einige kamen um Handel zu treiben, so wurde Drachenbaumsaft gegen Metallwerkzeuge getauscht, andere gingen hier rücksichtslos auf Sklavenjagd.
Gründung von Agüimes
Der Ort Agüimes wurde bereits 1491 nach der Eroberung der Spanier auf einer Siedlung der Altkanarier gegründet. Die Stadt stand wurde von den Katholischen Königen unter bischöfliche Herrschaft als Dank für die Mitarbeit bei der Eroberung der Insel gestellt. Bischof Juan de Frías hatte auch Gelder zur Eroberung der Insel bereitgestellt, mit der Überlassung von Agüimes erhielt er so seine Belohnung. Erhalten ist auch noch die Casa de la Cámara Episcopal, das Haus der Bischöflichen Kammer (auch Palacio de Verdugo). Vier Jahrhunderte hatten die Bischöfe in Agüimes das Sagen. Erst das Gesetz der Desamortisierung aus dem Jahre 1837 machte ihrer Herrschaft ein Ende.
Das das Gebiet in der Zeit der Altkanarier ein wichtiges Siedlungsgebiet war belegen historische Funde in Agüimes selbst, im nahe gelegenen Barranco von Guayadeque und in Temisas.
Agüimes ist eine wasserreiche Stadt durch ihre Lage am Eingang der Schlucht von Guayadeque. Nach der Eroberung wurde hier zunächst Zuckerrohr angebaut. Heute sind es Tomaten und Gurken. Zu Zeiten des Zuckerbooms lebte in Agüimes der Klerus und die Oberschicht, im benachbarten Ingenio hingegen waren die Arbeiter zu Hause.
In der Zeit wirtschaftlicher Probleme zog es viele Einwohner von Agümes nach Kuba, Puerto Rico und andere Länder Amerikas. Heute ist die Stadt im Aufschwung. Im kleinen Maße profitiert man vom Tourismus, die Stadt lebt aber vom Dienstleistungssektor.